TSG Reutlingen

2020-02-08 TSG M1-VfL Pfullingen 2-32Levi Leyh (4): 12-facher Torschütze an diesem Abend

Innerhalb von fünf Minuten alles verspielt

Die Landesligahandballer der TSG Reutlingen haben durch eine bittere 26:30 (15:13)-Heimniederlage im Derby gegen den VfL Pfullingen ihre mutmaßlich letzte Chance auf ein Verbandsliga-Ticket für die kommende Saison verspielt und dümpeln aktuell als Tabellenachter mit 17:19 Punkten im grauen Mittelfeld der Liga vor sich hin. "Auf der einen Seite bin ich grenzenloser Optimist, andererseits aber auch Realist genug, um zu wissen, dass schon Verrücktes passieren muss, damit wir da oben noch reinstoßen können. Zudem spricht der Trend aktuell gegen uns!", so TSG-Trainer Marcus Grimm völlig enttäuscht nach einer über weite Strecken spannenden Partie. "Das Potenzial ist in der jungen Truppe definitiv vorhanden - letztlich ist es aber mir als Trainer nicht gelungen, dass es die Jungs konstant über mehrere Wochen sowie über die volle Länge eines Spiels abrufen können!", sparte Grimm nicht mit Selbstkritik. "Hinzukommen viele Nebengeräusche und Störfaktoren - es ist zu wenig des gemeinsamen Weges erkennbar, sodass es am nötigen "Zug" fehlt!", so Grimm ernüchtert.

Das Spiel gegen die durch ihren vierten Sieg in Folge mittlerweile auf den fünften Tabellenplatz vorgerückten Gäste begann bis zum 4:5 (12.) rasant, als VfL-Coach Bauer früh seine erste Auszeit einberief. Fortan dominierten die Gäste zusehends das Geschehen und gingen ihrerseits mit 5:8 (16.) in Front, sodass Reutlingen ebenfalls zwei Mal den grünen Karton legte. Gestützt auf einen sicheren TSG-Keeper Jan Kneule ging plötzlich spürbar ein Ruck durchs Team - auch wenn man sich abermals durch überhastete Abschlüsse selbst in Not brachte und sich zunächst einem 9:12 (25.) gegenübersah. Doch bis zum Pausenpfiff legte Reutlingen angetrieben vom bärenstarken und   12-fachen Torschützen Levi Leyh einen 6:1-Lauf hin, sodass auch die zweite Halbzeit einiges an Spannung versprach.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte abermals Levi Leyh schnell zum 16:13 (31.). Die TSG blieb am Drücker und stellte auf 20:18 (39.), doch Pfullingen ließ sich nicht abschütteln, sodass die Gäste beim 20:20 (42.) seit langen wieder den Gleichstand herstellen konnten. Im Gleichschritt ging es fortan auf die Zielgerade der Partie, als sich das Pendel nach und nach auf die Seite von Pfullingen neigte. Ein Kracher in den Winkel durch Thomas Breunig bedeutete zwar noch das 24:24 (52.), doch VfL-Kreisläufer Hannes Werner war in der Schlussphase nicht zu bremsen und erzielte in dieser vier seiner insgesamt sieben Tore während die Gastgeber innerhalb von fünf Minuten in aussichtsreicher Position mehrfach entweder am VfL-Keeper Valentin Bantle scheiterten oder den Ball neben das Gehäuse setzten.

"Von Woche zu Woche zu konstatieren, dass mehr drin gewesen wäre, geht mir langsam auf den Keks und bringt uns vor allem kein Stück weiter. Training wäre zweifellos ein Lösungsansatz!", legte schlussendlich TSG-Trainer Grimm den Finger in die Wunde.

Es spielten:

TSG: Kneule, Memisahovic - Schlegel (1), Leyh (12/3), Bantle (1), Schaudt (3), Schwarz, Ludescher, Greve (3), Carle (2), Breunig (1), Groß, Kussmann (3), Benecke

VfL: Bantle, Stoll, Buck - Klingler (1), Lehmann (3), Müller, Hertwig (4), Reiff (5), Werner (7/4), Lebherz (2), Behr (2), Herdtner (5), KLett, Roth (1)

7m: TSG 3/3 - VfL 4/4

Zeitstrafen: TSG 3 - VfL 2