TSG Reutlingen

2020-02-01-TSG-M1-TV-Aixheim-2Kreisläufer Levi Leyh (4) war bester Schütze der TSG an diesem Abend

Tolle Moral der TSG Reutlingen beim Arbeitssieg gegen Aixheim

„Das war ein hartes Stück Arbeit und alles andere als Werbung für den Handballsport. Aber was zählt, sind die Punkte“, atmete Kapitän Danny Groß unmittelbar nach dem Schlusspfiff tief durch. Zuvor musste sich das Team um Trainer Marcus Grimm gehörig strecken, bevor der zweite Heimsieg des noch jungen Jahres unter Dach und Fach war. Nachdem man etwas schleppend in die Partie kam und sich einem 1:3-Rückstand (6.) gegenübersah, setzte Reutlingen die Vorgaben seines Trainers Marcus Grimm zunehmend besser um. Die Abwehr stand nun sicher und die daraus resultierenden Ballgewinne wurden entweder durch schnelles Umschaltspiel oder strukturiert vorgetragene Angriffe in Tore umgemünzt, sodass bald eine 9:6-Führung (19.) von der Anzeigetafel leuchtete.

Plötzlich riss im Angriffsspiel der Achalmstädter der Faden und man verzettelte sich in Einzelaktionen. Zudem agierte die bis zu diesem Zeitpunkt kompakte Abwehr zunehmend zu passiv, sodass die Gäste über die Stationen 10:8 (20.) bis zum Pausenpfiff zum 13:13 ausgleichen konnten. „Unsere zehnminütige Schwächephase vor der Pause war der Grund, weshalb Aixheim wieder ins Spiel gefunden hat. Zudem sind wir viel zu fahrlässig mit unseren Torchancen umgegangen, was – gepaart mit der Roten Karte unmittelbar vor der Halbzeit – nicht unbedingt zur Beruhigung des Spiels beigetragen hat!“, monierte der Reutlinger Kommandogeber.

Nach der Halbzeit blieb die Begegnung auf Augenhöhe – auch weil die Gäste den Achalmstädtern im Auslassen bester Tormöglichkeiten in nichts nachstanden. Reutlingen fand spielerisch zwar immer wieder Mittel gegen die Defensive des Tabellenzehnten, doch die mehr als ungenügende Chancenverwertung war zum Haare raufen! „Unser Abschlussverhalten heute war unterirdisch – da gibt es überhaupt nichts zu beschönigen! Aber wir haben allen Widrigkeiten zum Trotz unser Kämpferherz ausgepackt und so das nötige Quäntchen Glück in der Schlussphase erzwungen!“, war Grimm nach der aufreibenden Begegnung zwischen Lob und Tadel hin- und hergerissen.

Die Entscheidung der zumindest spannenden Partie fiel letztlich in den letzten zehn Minuten, als man beim Stande von 16:17 (51.) einen 4:0-Lauf hinlegte und so 90 Sekunden vor Schluss mit 20:17 in Front lag. In dieser Phase wurde – gestützt von einem abermals gut aufgelegten Jan Kneule zwischen den Pfosten – das eigene Tor mit Haut und Haaren verteidigt und auch im Angriff wurden die sich bietenden Möglichkeiten effizienter genutzt, sodass der erlösende Schlusspfiff in einem Riesenjubel endete. „Fünf Gegentore in der zweiten Halbzeit sind ein fantastischer Wert.“, lobte Kneule denn auch bescheiden seine Vorderleute.

Ein Sonderlob hatte Coach Marcus Grimm zudem für die beiden Kreisläufer Levi Leyh als besten TSG-Torschützen und David Drosson parat, der in der Schlussphase mit einem Doppelschlag zum 19:17 (56.) die Weichen auf Sieg stellte.

Es spielten:

Reutlingen: Kneule, Muz – Schlegel (1), Leyh (6/1), Drosson (2), Bantle (2),

Schaudt (2), Greve, Carle (3), Groß (2/1), K. Kussmann (2), J. Kussmann (1), Breunig (1), Benecke

Aixheim: Bosch, Frey – N. Klingseisen (3), Faitsch (1/1), P. Klingseisen (1),

P. Efinger, B. Gruler (3), F. Efinger (1), Stutz (1), Baumann (1), F. Gruler (6), Mey (1)