TSG Reutlingen

2019-11-30 TSG M1-TSV Altensteig-40Max Ludescher

TSG Reutlingen gegen HSG Rottweil zurück in der Erfolgsspur

„Das war ein Schritt in die richtige Richtung!“, jubelte TSG-Trainer Marcus Grimm direkt nach dem in Summe hochverdienten 32:29 (18:10)-Auswärtssieg bei der HSG Rottweil. Von Beginn an ging das Team um Kapitän David Drosson hochkonzentriert mit der durch die zwei Niederlagen in Folge entstandenen Drucksituation um und zeigte vor allem im ersten Durchgang eine überragende Leistung. „In der ersten Halbzeit haben wir Rottweil förmlich an die Wand gespielt. Das war eine sehr reife Leistung!“, war der Reutlinger Kommandogeber hochzufrieden mit der Darbietung seiner Schützlinge.

Gegen die Gastgeber aus dem Schwarzwald brauchten die ersatzgeschwächten Achalmstädter keinerlei Anlaufzeit. Von Beginn an übernahm Reutlingen sowohl in der Defensive als auch im Angriff die Initiative und somit die komplette Spielkontrolle. So setzte man sich – angetrieben vom mit neun Treffern erfolgreichsten TSG-Akteur Kai Kussmann – über die Stationen 5:7 (14.) und 8:13 (21.) bis zum Pausenpfiff komfortabel mit acht Toren Vorsprung ab.

Nach dem Seitenwechsel war man im Reutlinger Lager bemüht, die Spannung gegen den Tabellenvorletzten, gegen den man in der vergangenen Saison noch sowohl im Hin- als auch im Rückspiel als Verlierer vom Platz gegangen war, hochzuhalten. Durch eine stabile Abwehr sowie konsequent vorgetragene Angriffe konnte die Halbzeitführung bis weit in die zweite Halbzeit bis zum 20:28 (49.) gehalten werden. Leider schaltete man in den Folgeminuten zusehends in den „Verwaltungsmodus“ und leistete sich die schon fast obligatorische Auszeit, sodass der große Vorsprung nach und nach zusammenschmolz. „Man muss die Kirche einfach auch mal im Dorf lassen, denn wir haben 30 bis 45 Minuten sehr gut bis teilweise überragend gespielt. Natürlich ist das unnötig gewesen, aber man sieht quer durch alle Ligen und Sportarten, dass so etwas vorkommen kann. Daraus werden wir vermutlich mehr lernen, als wenn wir Rottweil mit 10 Toren Unterschied aus der Halle geschossen hätten! Ich jedenfalls hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir das Ding noch herschenken!“, wollte Grimm nicht den Stab über sein Team brechen.

Zwar kamen die Gastgeber nach einem verworfenen Strafwurf des bis dato eiskalten Max Ludescher kurz vor Feierabend nochmals auf 27:29 (28.) heran, doch der immer besser in Form kommende und insgesamt fünf Mal erfolgreiche Jan Kussman beseitigte kurz darauf die letzten Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Reutlinger Auswärtserfolges.

Gelegenheit, das eigene Punktekonto weiter zu verbessern bietet sich den Achalmstädtern am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Storlachhalle), wenn im Derby der Tabellenletzte aus Neuhausen seine Visitenkarte abgibt.

Es spielten:

TSG Reutlingen: Memisahovic, Kneule – Leyh (6), Drosson (1), Ludescher (3/3), Ofenheusle (2), Carle (3), K. Kussman (9), J. Kussmann (5), Breunig (1), Benecke (2)