TSG Reutlingen

2019-11-17 TSG M1-TSV Denkendorf-18Levi Leyh (4)

Herber Dämpfer für TSG Reutlingen

Durch eine völlig verdiente 24:31 (11:15)-Auswärtsniederlage bei TEAM Esslingen hat die Reutlinger Serie mit fünf Spielen ohne Niederlage ein jähes Ende gefunden. „Keine Bereitschaft, kein Wille! Das war von Anfang bis Ende gar nix!“, so ein enttäuschter TSG-Coach Marcus Grimm. „Wir waren heute überhaupt nicht bereit. Mit dieser Leistung müssen wir uns nicht im Geringsten mit der Verbandsliga-Qualifikation beschäftigen!“, so Grimm weiter.

Durch die Niederlage steht das Team um Kapitän David Drosson aktuell mit 9:9 Punkten im Niemandsland der Tabelle und muss im nächsten Heimspiel gegen die vor Selbstbewusstsein nur so strotzende SG Ober-/Unterhausen punkten, um nicht komplett den Anschluss an das obere Tabellendrittel zu verlieren.

Die Achalmstädter kamen schwer in die Partie und lagen schnell mit 5:2 (10.) im Hintertreffen. Schon zu diesem Zeitpunkt ließen sich vor allem die Gäste durch unzählige, fragwürdige Entscheidungen des schwachen Schiedsrichtergespannes aus dem Konzept bringen, welche im Gesamtverlauf der Begegnung insgesamt 18 (!) Zeitstrafen verteilten. „Da war uns Esslingen deutlich voraus, da sie sich relativ schnell auf die kleinliche Linie der Unparteiischen einstellten, während wir 60 Minuten keinen Fokus auf das Wesentliche hatten!“, übte der Reutlinger Kommandogeber zwar Schiedsrichterkritik, sah darin aber nicht die Haupturasche für die dritte Saisonniederlage der Reutlinger.

Vielmehr wurden im Angriff haufenweise Bälle vertändelt, falsche Entscheidungen getroffen oder man scheiterte wiederholt freistehend gegen den starken Torhüter Tim Boss. Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Über die Stationen 8:5 (17.) und 12:9 (27.) zog Esslingen bis zur Halbzeit von dannen. Auch in der zweiten Hälfte kamen die Gäste nie richtig Tritt, beim 29:20 (53.) bahnte sich sogar ein Debakel an, bevor man bis zum erlösenden Schlusspfiff noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte.

„Wir müssen uns eingestehen, dass wir heute in allen Mannschaftsteilen unsere mit weitem Abstand schwächste Saisonleistung abgerufen haben.“, kritisierte Grimm seine Mannschaft abschließend.

Die Chance auf Wiedergutmachung hat die TSG Reutlingen bereits wie erwähnt am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Storlachhalle), wenn man im Derby den Tabellenzweiten SG Ober-/Unterhausen empfängt.