TSG Reutlingen

2019-10-26 TSG M1-HSG Baar-16Levi Leyh (4) (hier im Spiel gegen die HSG Baar): einer der erfolreichsten Werfer an diesem Abend

TSG gewinnt Krimi in Weilstetten

Durch einen letztlich nicht unverdienten 25:23 (10:11)-Auswärtserfolg beim

TV Weilstetten bauten die Handballer der TSG Reutlingen ihre Mini-Serie von mittlerweile drei Spielen ohne Niederlage aus und rangieren nun mit 8:6 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Zuvor mussten die Achalmstädter bei ihrem Gastauftritt bei den „Lochenfüchsen“ allerdings Schwerstarbeit verrichten. Obwohl man nach anfänglichem, nervösen Beginn sowohl im Angriff als auch in der Abwehr über die Stationen 2:3 (11.) und 4:6 (17.) einigermaßen gut in die Partie fand, sah man sich plötzlich einem 5:10-Rückstand (25.) gegenüber. „Wir haben in der ersten Halbzeit spielerisch gar nicht so viel falsch gemacht –außer uns selbst mit Torerfolgen zu belohnen!“, war TSG-Trainer Marcus Grimm mit Ausnahme der Konsequenz im Abschlussverhalten alles andere als unzufrieden. Durch einen immer stärker werdenden Abwehrverbund setzte man den Angriff der Gastgeber jedoch zunehmend unter Druck und kam so mehrfach zu schnellen Toren, so dass man bis zum Halbzeitpfiff auf 10:11 verkürzen konnte.

Nach Wiederbeginn ging es in einer äußerst fairen Partie zunächst im Gleichschritt bis zum 15:14 (39.) weiter ehe die Oberliga-Reserve innerhalb weniger Minuten über 18:14 (41.) auf 20:16 (44.) davonzog. Doch Reutlingen, das auf Johannes Carle (Studienreise), Mersid Memiashovic (Auslandsaufenthalt), Jan Kneule (Wadenverletzung), Maximilian Ludescher (Zahn-OP) und Jonas Benecke (Infekt) gleich auf mehrere, hochkarätige Spieler verzichten musste, ließ sich nicht abschütteln und rührte in der Schlussviertelstunde in der Abwehr Beton an. „Wie wir in der Endphase um jeden Zentimeter Hallenboden gekämpft haben war phänomenal!“, urteilte Cornelius Schlegel sichtlich erschöpft, der nach einhelliger Meinung ein „überragendes Spiel“ ablieferte.

Da den Gastgebern einerseits fast zehn Minuten kein eigener Treffer gelang und Reutlingen andererseits seine Angriffe überwiegend konsequent zu Ende spielte, war beim 20:20 (53.) seit langem wieder der Gleichstand hergestellt. In der Crunchtime konnte Weilstetten dann zwar beim 23:23 (58.) letztmalig ausgleichen, doch Reutlingen nutzte das Momentum und sorgte durch Lewin Schaudt und Danny Groß für die umjubelte Entscheidung.

„Wie wir nach den beiden Rückständen positiv geblieben sind und sowohl kämpferisch aber auch spielerisch alles für einen Sieg gegeben haben, war imponierend. Es ist definitiv kein Zufall, dass wir das vierte enge Spiel in Folge nicht verlieren!“, war auch Co-Trainer Gerd Kussmann vom Auftritt des jungen Teams äußerst angetan.

Es spielten:

TV Weilstette: Eilers, Madlener – Naumann (6/1), Gomringer, Stengel (2), Blickle (4), Bodmer (6), Svaljek, M. Haigis (1), Sauter (1), J. Haigis, Holzmann (3)

Reutlingen: Muz, Meier – Schlegel (3), Leyh (6), Drosson, Ofenheusle (1), Greve (1), Groß (4/1), Kussmann (7), Schaudt (3), Breunig

Strafwürfe: TVW 2/1 (Naumann wirft an den Pfosten) – TSG 2/1 (Groß scheitert an Madlener)

Zeitstrafen: TVW 4 – TSG 1

Schiedsrichter: Böck (Schwenningen) / Gryzwna (HWB Winterlingen-Bitz)