TSG Reutlingen

2919-09-14 TSG M1-TSV Koengen-68Grenzenloser Jubel nach dem Treffer in letzter Minute durch Thomas Breunig (2. v.l.)

Breunig rettet Punktgewinn

Durch einen nach Ablauf der regulären Spielzeit direkt verwandelten Freiwurf zum 21:21 (11:11)-Endstand sorgte Neuzugang Thomas Breunig für großen Jubel im TSG-Lager und somit für eine letztlich gerechte Punkteteilung im Duell gegen den TSV Köngen. „Auch wenn das Unentschieden im Zustandekommen letztlich äußerst glücklich war, spiegelt das Remis den Spielverlauf wider, sodass wir ganz gut mit dem einen Punkt leben können.“, urteilte Reutlingens Trainer Marcus Grimm nach der nervenaufreibenden „Achterbahnfahrt der Gefühle“.

Zum Saisonauftakt hatten sich die Achalmstädter einiges vorgenommen, wirkten zu Beginn der Partie allerdings sehr nervös. „Die Erwartungshaltung an uns selbst ist mit dem kommunizierten Saisonziel natürlich eine Stufe größer als bisher. Den Umgang damit muss die sehr junge Mannschaft noch lernen!“, ist Grimm davon überzeugt, dass sich das Team um Kapitän David Drosson noch steigern wird. So verschliefen die Hausherren die Anfangsphase komplett und benötigten einiges an Anlaufzeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Über die Stationen 1:4 (6.) und 2:6 (11.) zogen die Gäste, die auf ihren Spielmacher Moritz Eisele verzichten mussten, auf 3:7 (15.) davon. Doch nach und nach fand Reutlingen über den Kampf ins Spiel und erzielte beim 9:9 (25.) erstmals den Ausgleichstreffer, sodass beim Stande von 11:11 die Seiten gewechselt wurden.

Nach der Pause legte der Gastgeber los wie die Feuerwehr und erzielte einen blitzsauberen 4:0-Lauf zum 15:11 (37.) hin. Der letztjährige Tabellenachte aus Köngen konterte und erzielte seinerseits – begünstigt durch eine Zeitstrafe sowie einen verworfenen Strafwurf auf Seite der TSG – fünf Tore in Folge zum 15:16 (45.). In der Schlussviertelstunde glichen beide Teams zunächst die Führung des jeweils anderen aus, bevor Marcel Schwarz und Maximilian Ludescher die 20:18-Führung (55.) erzielten. „In der Crunchtime hatten wir zum zweiten Mal im Spiel das Momentum auf unserer Seite, waren aber letzten Endes nicht clever und konsequent genug, um den Sieg einzutüten. Die Chancen dazu waren definitiv vorhanden!“, befand Reutlingens Co-Trainer Gerd Kussmann.

In der Folgezeit gelang den Gästen drei Treffer in Folge zum 20:21 (59.) und Reutlingen drohten die Felle davonzuschwimmen. In den verbleibenden Schlusssekunden kam die TSG trotz Überzahl zu keiner klaren Wurfgelegenheit, bekam allerdings in zentraler Position nochmals einen Freiwurf zugesprochen. Breunig übernahm Verantwortung, knallte seinen Wurf in einen Abwehrarm, von wo er schließlich unhaltbar seinen Weg ins Gästetor zum umjubelten Endstand fand. „Für Thomas freut es mich sehr, dass er mit dieser positiven Aktion aus der Partie geht, da er im Spiel selbst etwas glücklos agiert hat. Insgesamt positiv hervorzuheben ist unsere Einsatzbereitschaft über die gesamte Spieldauer, sodass man vom Glück des Tüchtigen sprechen kann. Auch die neue Abwehrformation vor einem bärenstarken Mersid Memisahovic war schon relativ gut. Im Gesamten haben wir aber noch viel Luft nach oben!“, so TSG-Trainer Grimm abschließend.

Es spielten:

TSG Reutlingen: Memisahovic, Kneule, Hombach – Schlegel, Leyh (2), Drosson, Schwarz (4/1), Ludescher (4), Ofenheusle (2), Greve (3/2), Kussmann (4), Breunig (2), Benecke