TSG Reutlingen

2019-02-16 TSG M1 LL-2-HSG Rottweil-30Torhüter Jakob Muz bei seinem Einsatz für den zwischenzeitlich verletzten Rok Selakovic

TSG erneut mit Heimniederlage

Die Landesliga-Handballer der TSG Reutlingen zogen im Duell gegen den starken Aufsteiger HSG Rottweil durch eine in der Entstehung unglückliche aber durchaus vermeidbare 19:21 (13:10)-Niederlage erneut den Kürzeren, belegen aber weiterhin den achten Tabellenplatz. „Mit dem Ergebnis sind wir alle selbstverständlich nicht zufrieden, denn ein Sieg lag durchaus im Bereich des Möglichen. Kämpferisch haben wir uns allerdings nichts vorzuwerfen!“, so TSG-Coach Marcus Grimm nach der Partie.

Die Begegnung gegen die Schwarzwälder begann konfus, denn beide Teams überboten sich förmlich im Produzieren von technischen Fehlern und Auslassen bester Torgelegenheiten. Deutlich spürbar war im Reutlinger Lager zudem das Fehlen der Stammspieler Billy Bantle und Levi Leyh. „Auch wenn dieser Umstand niemals als Alibi herhalten darf, bekommen wir diese Saison die volle Breitseite des Verletzungspechs ab!“, so Grimm frustriert nach der vierten Niederlage in Folge. „Auf der anderen Seite haben wir einen ausreichend großen Kader. Da habe ich mir von dem einen oder anderen mehr erwartet!“.

Nachdem sich die TSG in der Anfangsphase einem 3:6 (11.) gegenübersah, fand man in der Folgezeit von Minute zu Minute bessere Lösungen gegen die offensive Rottweiler Deckung, stellte beim 7:7 (19.) den Gleichstand her und konnte – gestützt auf eine konsequente Abwehr – bis zur Halbzeit auf 13:10 vorlegen. Nach dem Seitenwechsel stellten die Gastgeber taktisch um, was den Reutlinger Angriffsfluss zunehmend beeinträchtigte. „Wir müssen das als Lernprozess begreifen. Von den Führungsspielern verlange ich in solchen Phasen aber deutlich mehr Verantwortungsbewusstsein!“, legte der Reutlinger Kommandogeber den Finger in die Wunde. Denn anstatt das Spiel strukturiert zu gestalten – beim 16:15 (42.) war ein Sieg durchaus in Reichweite – agierte man im Positionsangriff viel zu hektisch, verstrickte sich zum wiederholten Male in Einzelaktionen oder traf falsche Entscheidungen. „Wenn man in der zweiten Halbzeit bis zur 50. Spielminute lediglich drei Tore wirft, braucht man nicht lange nach dem Grund der Niederlage suchen. Da muss von uns aus dem Rückraum deutlich mehr kommen!“, so TSG-Spielmacher Johannes Carle gleichermaßen enttäuscht und selbstkritisch. Ins aktuelle Bild passte zudem, dass man in der spielentscheidenden Phase nach einem unglücklichen Zusammenprall mit einem Rottweiler Gegenspieler minutenlang auf Torhüter Rok Selakovic verzichten musste. Der aus der 2. Mannschaft aufgerückte Jakob Muz machte seine Sache ordentlich, konnte allerdings nicht verhindern, dass in den letzten Minuten der Begegnung die Gäste die Möglichkeit ergriffen, ihrerseits auf 16:18 (52.) vorzulegen. Reutlingen stemmte sich gegen die Niederlage und stellte beim 17:18 (54.) und 18:19 (57.) jeweils den Anschluss her. Zu mehr sollte es jedoch nicht mehr reichen, sodass man abermals mit hängenden Köpfen vom Parkett schleichen musste.

„Alles Jammern hilft nichts und bringt uns kein Stück weiter! Wir gehen da gemeinsam durch und holen schleunigst die noch fehlenden Punkte, um nicht noch unten rein zu rutschen!“, demonstriert TSG-Trainer Grimm im Hinblick auf die bevorstehende Saisonzielgerade trotz der vielen Nackenschläge Geschlossenheit.