TSG Reutlingen

2019-02-09 TSV Dettingen-TSG M1-26

Max Ludescher: einer der erfolgreichsten Werfer an diesem Abend

TSG mit Debakel

Einen Abend zum Vergessen erlebten die Landesliga-Handballer der TSG Reutlingen beim 25:34 (12:12)-Debakel beim Tabellenvorletzten TSV Dettingen/Erms. Durch die dritte Niederlage in Folge rutschten die Achalmstädter weiter ab und belegen nun mit 18:18 Punkten den achten Tabellenplatz. „Während der erste Durchgang mit viel Wohlwollen noch halbwegs in Ordnung war, haben wir in der zweiten Halbzeit einen peinlichen und völlig blutleeren Auftritt hingelegt. Wir haben in der Abwehr gefühlt jeden Zweikampf verloren!“, zog ein maßlos enttäuschter TSG-Trainer Marcus Grimm nach der deftigen Klatsche Bilanz.

Dabei begann die Begegnung aus Reutlinger Sicht gegen die sich in akuter Abstiegsnot befindlichen Ermstäler durchaus erfolgsversprechend, denn nach ausgeglichenem Start und dem zwischenzeitlichen 3:3 (7.) zog die TSG über 3:5 (10.) auf 4:7 (12.) davon. Doch bereits in dieser Phase agierte man im Angriff abermals viel zu hektisch und verstrickte sich in unzähligen Einzelaktionen. Technische Fehler und mangelhaftes Abschlussverhalten verhinderten darüber hinaus eine höhere Führung. „Einfachste Vorgaben wurden nicht umgesetzt. Diese Undiszipliniertheiten haben den am Boden liegenden Gegner zunehmend aufgebaut!“, so Grimm stinksauer. So kam es, dass Dettingen Lunte roch und nach dem 7:9 (19.) – in der Folge wurden zwei Strafwürfe und mehrere Gegenstöße nicht verwandelt – zum 9:9 (24.) ausgleichen und das Spiel bis zum 12:12-Halbzeitstand ausgeglichen gestalten konnte.

Nach dem Seitenwechsel gingen beide Mannschaften im Gleichschritt bis zum 15:15 (37.) weiter, ehe das Unheil für die ersatzgeschwächte TSG Reutlingen ihren Lauf nehmen sollte. In einer Phase, in der weniger das Spielerische, sondern das Kämpferische im Mittelpunkt stehen sollte, bissen sich die Hausherren zunehmend in die Partie, übernahmen fortan die Kontrolle und gingen mit 19:15 (42.) in Front. Reutlingen stellte die Abwehr auf eine offensive 4:2-Variante um, um die dominanten Halbspieler Bauknecht und Fritz aus dem Spiel zu nehmen. Diese Maßnahme fruchtete kurzzeitig und man kam beim 22:19 (47.) durch den insgesamt sechs Mal erfolgreichen Maximilian Ludescher wieder etwas in Schlagdistanz. Doch Dettingen fand zunehmend erfolgsversprechende Lösungen und zerlegte die in den letzten zehn Minuten völlig indisponierte und sich ihrem Schicksal ergebende Reutlinger Defensive in ihre Einzelteile, sodass letztendlich die höchste Reutlinger Niederlage der letzten beiden Landesligaspielzeiten zu Buche stand.

Bereits am Samstag (19.30 Uhr, Storlachhalle) wartet mit dem starken Aufsteiger HSG Rottweil ein harter Brocken auf die Reutlinger.

Es spielten:

Dettingen. Maginski, Bader – Müller (1), Fritz (6), Brodbeck (4), Hail, Muckenfuß, Bauknecht (7), Krohmer (2), Schmauder, Euchner (9/3), Weber (3), Trost (2)

Reutlingen: Selakovic, Meier – Löchle (1), Mayer, Ofenheusle (4), Groß (4), Greve (6/2), Ludescher (6), Leyh (2), Drosson (2), Wiedwald

Strafwürfe: TSV 3/3 – TSG 5/2 (Greve scheitert 2x, Leyh 1x an Bader)

Zeitstrafen: TSV 4 – TSG 7