TSG Reutlingen

2018-11-24 TSG M1 LL-2-TV Groengstingen-9Ansprache in der Auszeit

TSG mit Arbeitssieg

Durch einen äußerst mühsamen 20:16 (10:4)-Heimerfolg konnte sich die M1 der TSG Reutlingen im Derby gegen den Tabellenletzten TV Großengstingen durchsetzen und somit ihr Konto auf 14:8 Punkte ausbauen. Durch die Niederlage des VfL Pfullingen rücken die Achalmstädter sogar bis auf den vierten Tabellenplatz vor. Trotz des Sieges war man im Reutlinger Lager ob der gezeigten Leistung alles andere als zufrieden. „Im Angriff stecken wir aktuell in einem Tief. Wir leisten uns eindeutig zu viele technische Fehler und lassen zu viele Chancen liegen! Ein strukturiertes Angriffsspiel ist momentan selten erkennbar. Heute kann man nur mit den zwei Punkten zufrieden sein!“, so die Meinung von TSG-Coach Marcus Grimm. „Die Jungs hadern zu viel und werden dann ungeduldig. Dass sie es besser können haben sie diese Saison bereits eindrucksvoll bewiesen. Wir werden in Ruhe weiterarbeiten und gemeinsam aus diesem Loch rauskommen!“, ist der Reutlinger Kommandogeber jedoch überzeugt, dass das Team um Kapitän David Drosson neben erfolgreichem auch wieder attraktiven Handball zeigen wird.

Dass es in der Partie gegen die Lila-Weißen zu einem doppelten Punktgewinn reichen sollte lag zum wiederholten Male an der vor allem im ersten Durchgang überragenden TSG-Abwehr, die bis zur Halbzeit lediglich vier Gästetreffer zuließ. Die Begegnung begann wie erwartet, denn die Hausherren gaben den Ton an und setzten sich schnell über 5:1 (15.) und 9:2 (26.) deutlich ab. Doch zunehmend schlichen sich ins Reutlinger Angriffsspiel erste Unkonzentriertheiten sowie fehlende Kaltschnäuzigkeit im Abschluss ein, welche einen noch deutlicheren Vorsprung verhinderten.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich „eines der seltsamsten Spiele der letzten Jahre“, wie der Sportliche Leiter Alexander Steuer befand. War im ersten Durchgang noch auf die Defensive Verlass war, stellte Reutlingen – offenbar im Gefühl des sicheren Sieges – das Handballspielen unmittelbar nach Wiederanpfiff vollends ein. Die Gäste verkürzten schnell auf 11:7 (35.) und witterten spätestens beim 11:9 (42.) ihre Chance auf etwas Zählbares. „Im Normalfall würde man in solch einer Phase eine Auszeit nehmen, ich hatte aber immer das Gefühl, dass die Jungs die Kurve selbst bekommen! Wir hatten wohl alle heute nicht unseren besten Tag!“, übte Grimm anschließend auch Selbstkritik. In der Schlussviertelstunde zog sich Reutlingen jedoch tatsächlich wieder am eigenen Schopf aus dem Sumpf und konnte diese Partie schließlich über ein 13:10 (47.) und 17:14 (55.) für sich entscheiden.

Im nächsten Spiel beim starken Aufsteiger TV Aixheim (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Aldingen) wird allerdings eine deutliche Leistungssteigerung vonnöten sein, um Zählbares mitzunehmen.

Es spielten:

Reutlingen: Selakovic, Memisahovic – Selesi, Drosson (3), Bantle (4), Wiedwald, Löchle (1), Hatic (1), Ofenheusle (3), Greve (5/1), Carle (2), Groß (1), Mayer

Großengstingen: Rinker, Trostel – Leuze (2), K. Hummel (2/2), Reisch, Rudolph, J. Hummel (2), Kinzelmann (2), Balaj (5/3), M. Hummel (3), Grünewald, Häcker, Schwarz

Strafwürfe: TSG 2/1 – TVG 6/5

Zeitstrafen: TSG 6 – TVG 4