TSG Reutlingen

2018-11-17 TSG M1-TV Weilstetten 2-8Robert Selesi (Quelle: Archiv)

Punkteteilung im Derby

Durch eine letztlich gerechte Punkteteilung konnte sich die M1 der TSG Reutlingen im Derby beim VfL Pfullingen durch ein hart umkämpftes 23:23 (10:12) wenigstens in Teilen für die unnötige Heimniederlage gegen Weilstetten vor Wochenfrist rehabilitieren. In der mit knapp 250 Zuschauern gut besetzten Kurt-App-Sporthalle entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch, in welchem die Gäste zunächst auf 0:2 (3.) vorlegen konnten. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt musste das Team um Coach Marcus Grimm, welches auf gleich vier Spieler verzichten musste, den nächsten Nackenschlag hinnehmen, da TSG-Regisseur Johannes Carle nach einem Zusammenprall verletzungsbedingt nicht mehr eingesetzt werden konnte. „Unser Matchplan wurde bereits nach wenigen Minuten komplett torpediert was sofort einen Bruch in unser Angriffsspiel nach sich zog. So gesehen muss man unterm Strich mit einem Punkt zufrieden sein!“, resümierte der Reutlinger Kommandogeber nach der Partie. Fortan überboten sich in einer zunehmend fahrigen Partie beide Mannschaften förmlich im Auslassen von Torchancen und Produzieren von technischen Fehlern, so dass beim Stande von 12:10 die Seiten gewechselt wurden.

Nach Wiederanpfiff bot sich den Zuschauern zunächst dasselbe Bild, wobei die Gastgeber zunächst den Ton bestimmten und mit 15:12 (37.) in Führung gehen konnten. Doch als TSG-Keeper Mersid Memisahovic kurz darauf einen Strafwurf des insgesamt acht Mal erfolgreichen Lennard Müller parieren konnte ging plötzlich ein Ruck durch die Gastmannschaft. Schnell war beim 15:15 (41.) der Gleichstand hergestellt und beim 16:18 (46.) schien sich das Blatt zu Gunsten der Reutlinger zu wenden. „Aus meiner Sicht hatte keine der beiden Mannschaften für die gezeigte Leistung zwei Punkte verdient. Für die Zuschauer war das teilweise eine echte Zumutung!“, befand Grimm kritisch unmittelbar nach dem Schlusspfiff ob der spielerischen Magerkost. In der Schlussviertelstunde glichen die Hausherren zunächst zum 18:18 (49.) aus und legten schließlich in den verbleibenden Minuten stets ein Tor vor, was die Gäste stets mit einem Treffer ihrerseits beantworteten, so dass es letztlich bei der erwähnten Punkteteilung blieb. „Positiv hervorzuheben ist die Einsatzbereitschaft ab der 48. Minute als wir vier Minuten in Unterzahl agieren und fortan auch noch auf Billy Bantle verzichten mussten!“, so Reutlingens Co-Trainer Thomas Schneider.

Im nächsten Heimspiel am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Storlachhalle) steht mit dem Tabellenletzten TV Großengstingen bereits das nächste Derby ins Haus, welches die Achalmstädter unbedingt für sich entscheiden wollen.

Es spielten:

Pfullingen: Bantle – Roth, Lehmann (3), T. Müller (2/2), Werner, Mager (4), Finkbohner (1), Schulze (1), Kuhle, Greve, L. Müller (8/2), Bauer (4), Klett

Reutlingen: Selakovic, Memisahovic – Selesi (6/2), Bantle (6/2), Wiedwald, Vollmer, Löchle (1), Hatic, Ofenheusle (1), Greve (5/1), Carle, Groß (4), Mayer