TSG Reutlingen

Foto Spielbericht kl

Dämpfer für TSG Reutlingen

Durch eine völlig unnötige 22:25 (13:12)-Auswärtsniederlage beim Aufsteiger HSG Rottweil hat der Reutlinger Höhenflug ein jähes Ende gefunden. „Wir können es uns einfach machen und sagen, dass wir die vielen Ausfälle nicht kompensieren konnten!“, so ein enttäuschter TSG-Coach Marcus Grimm. „Eine andere Wahrheit ist aber, dass wir zu keinem Zeitpunkt des Spiels richtig in die Spur gekommen sind und uns viel zu viele Fehler geleistet haben!“, so Grimm weiter.

Zum wiederholten Male mussten die Achalmstädter auf einige Akteure verzichten, wobei die Ausfälle von Billy Bantle, Levi Leyh und Torhüter Rok Selakovic sicherlich am schwersten wogen. Somit steht das Team um Kapitän David Drosson aktuell mit 8:4 Punkten auf einem soliden 5. Tabellenplatz, muss jedoch im nächsten Heimspiel punkten, um nicht den Anschluss an das obere Tabellendrittel zu verlieren.

Dabei begann die Partie in der mit 350 Zuschauern prächtig gefüllten Doppelsporthalle in Rottweil für die Gäste vielversprechend. Nach einem ausgeglichenen Beginn und dem 5:5 (17.) startete die TSG einen 4:0-Lauf und erhöhte binnen weniger Minuten auf 5:9 (20.). Offenbar bereits siegessicher schien vor allem der Reutlinger Angriff in den „Verwaltungsmodus“ zu schalten. In der Folge wurden haufenweise Bälle vertändelt oder falsche Entscheidungen getroffen, so dass die Gastgeber bis zum Halbzeitpfiff wieder den Anschluss herstellen konnten. „Anstatt bis zur Halbzeit auf vier bis fünf Tore vorzulegen haben wir selbst Rottweil wieder ins Spiel gebracht!“, so Routinier Armin Hatic, der nach dreiwöchiger Verletzungspause erstmals wieder ins Geschehen eingriff. Zudem feierte TSG-Neuzugang Johannes Carle einen ordentlichen Einstand im Reutlinger Trikot.

In Durchgang zwei entwickelte sich ein zunehmend hektisches und fahriges Spiel, wobei die Reutlinger Handballwelt trotz der hohen Fehlerquote beim 16:18 (45.) noch halbwegs in Ordnung zu sein schien. Ein Doppelschlag des insgesamt fünf Mal erfolgreichen Linksaußen Kajetan Beyer brachte die Halle schließlich zum Kochen – und Reutlingen auf die Verliererstraße. „Wer in der zweiten Halbzeit lediglich neun Tore erzielt benötigt eine sehr gute Abwehr- und Torhüterleistung, um doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Wir müssen akzeptieren, dass wir heute in allen Mannschaftsteilen insgesamt unsere schwächste Saisonleistung abgerufen haben.“, kritisierte Grimm abschließend.

Die Chance auf Wiedergutmachung hat die TSG Reutlingen bereits am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Storlachhalle), wenn man den Tabellennachbarn aus Esslingen empfängt.