TSG Reutlingen

2018-09-29 TSG M1-SG Ober-Unterhausen-5Robert Salesi kurz vor dem Abschluss

TSG Reutlingen stürmt auf Platz 1

Durch einen aufgrund der überragenden zweiten Halbzeit unter dem Strich hochverdienten 27:25 (13:15)-Derbysieg gegen den Aufstiegsaspiranten SG Ober-/Unterhausen stürmten die Handballer der TSG Reutlingen auf den ersten Tabellenplatz der Landesliga - wenn auch nur über Nacht. Dennoch stehen die Achalmstädter neben den weiteren Top-Kandidaten für den Aufstieg in die Württembergliga HSG Albstadt und TV Neuhausen/E. ohne jeden Punktverlust mit 6:0 Punkten in der Spitzengruppe. "Auch wenn es nach drei Spieltagen lediglich eine Momentaufnahme sein kann, ist dieses erreichte Zwischenziel sensationell! Wir haben vor dem Spiel gewusst, das wir unsere beste Leistung abrufen müssen, um zu bestehen. Das haben wir umgesetzt und deshalb verdient gewonnen!", jubelte TSG-Coach Marcus Grimm nach der Partie. Die Aufstiegshoffnungen der Gäste, die auf den Ex-Reutlinger Sascha Hejny verzichten mussten, erlitten indes bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Saison einen ersten, herben Dämpfer.

Die rund 250 Zuschauer sahen von Beginn an eine Begegnung auf recht hohem Niveau, in welcher die Hausherren zunächst das Zepter in die Hand nahmen und die SG Ober-/Unterhausen permanent unter Druck setzten. Folgerichtig gingen die Achalmstädter über die Stationen 4:2 (7.), 9:8 (17.) und 12:10 (25.) verdientermaßen in Führung. Urplötzlich stotterte der Reutlinger Angriffsmotor und - bedingt durch Unkonzentriertheiten sowohl im Angriff als auch im Abwehrverbund - man lud die Gäste zum Torewerfen förmlich ein, so dass man mit dem Halbzeitpfiff das 13:15 mit in die Kabine nehmen musste. "Ziel muss sein, solche Schwächephasen weiter zu reduzieren. In anderen Spielen kann so etwas der Knackpunkt sein!", monierte Grimm. "So etwas hat jedoch auch mit Erfahrung zu tun und da ist mein junges Team auf einem sehr guten Weg!"

Nach dem Seitenwechsel agierte das das Team um Kapitän Rok Selakovic deutlich stabiler und in der Defensive ging man wieder deutlich konsequenter zu Werke. Im Angriff folgte nun die beste Phase von Neuzugang Robert Selesi, der Verantwortung übernahm und innerhalb weniger Zeigerumdrehungen drei seiner insgesamt sieben Treffer erzielte, sodass seine Farben wieder mit 18:17 (38.) in Führung gingen. Nun folgte die wohl entscheidende Phase des Spiels. Während die Gastgeber in der Abwehr um den mittlerweile zwischen den Pfosten stehenden Mersid Memisahovic Beton anrührten und den Angriff der Lichtensteiner schier zur Verzweiflung trieben, zog Reutlingen Tor um Tor davon und setzte sich zum vorentscheidenden 24:20 (51.) durch Billy Bantle ab. "Aus meiner Sicht war es beileibe nicht so, dass die SG schlecht gespielt hätte, aber meine Jungs wollten den Sieg als Team zumindest gefühlt wohl etwas mehr!", so der Reutlinger Kommandogeber.

SG Ober-/Unterhausen konnte durch den mit insgesamt acht Treffern erfolgreichsten Torschützen der Partie Florian Grauer auf 26:24 (58.) verkürzen, doch Benedict Greve erstickte mit dem letzten Reutlinger Treffer des Abends sämtliche Resthoffnungen der Gäste im Keim. Was folgte, war grenzenloser Jubel im Reutlinger Lager, während die Gäste mit hängenden Köpfen aus der Halle schlichen.

Am kommenden Wochenende steht bereits das nächste Derby vor der Tür, wenn der Reutlinger Tross ins Ermstal zum Württmebergliga-Absteiger TV Neuhausen/E. fährt. "Auch dort haben wir nicht vor zu verlieren!", gibt Levi Leyh selbstbewusst die Richtung für die kommende Begegnung gegen seinen Ex-Club vor.

 Es spielten:

TSG Reutlingen: Selakovic, Memisahovic - Selesi (7/1), Leyh (4), Bantle (7/2), Wiedwald, Löchle, Ludescher, Hatic (2), Buck (2), Ofenheusle (2), Greve (3), Groß, Mayer

 SG Ober-/Unterhausen: Fischer, Kilgus - Hagmaier (2), Bordt, Werz (4), Symanzik (1), Fl. Grauer (8), Sarpkaya (6), Tröster (3), Bochtler, Wild, Fe. Grauer (1), Althaus, Schmid

7m: TSG 5/3 (Greve und Bantle scheitern an Fischer) - SG OU 1/0 (Werz wirf übers Tor)

Zeitstrafen: 7:3

Schiedsrichter: Kaiser/Herre (HK Ostdorf/Geislingen - HSG Hossingern-Messstetten)

Zuschauer: 250