TSG Reutlingen

2018-09-15-TSG M1-SG H2Ku 2-54(Foto: Archiv der TSG Reutlingen, Abt. Handball)

TSG Reutlingen mit Traumstart

Durch einen letztlich hochverdienten 25:21 (11:10)-Auswärtssieg beim TSV Köngen haben die Landesligahandballer der TSG Reutlingen ihren zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel gelandet und somit für einen Traumstart gesorgt. In einer intensiven, jedoch stets fairen Partie steigerten sich die Achalmstädter im Vergleich zum Saisonauftakt gegen Herrenberg deutlich und können nun mit breiter Brust in die nächsten beiden Derbys gegen die Meisterschaftskandidaten SG Ober-/Unterhausen und TV Neuhausen/E. gehen. „Die Zuschauer haben ein tolles Spiel gesehen. Unsere stabile Abwehr war er Schlüssel zum Erfolg. Zudem haben wir uns über weite Strecken der Partie kaum Fehler im Spielaufbau geleistet!“, so ein hoch zufriedener Reutlinger Coach Marcus Grimm.

Die Partie begann ausgeglichen, sodass sich im ersten Durchgang trotz wechselnder Führungen keine der Mannschaften absetzen konnte. Ab dem 10:11 (25.) war kurz vor dem Halbzeitpfiff etwas Sand im Getriebe des TSG-Angriffs, denn trotz Überzahl und guten Tormöglichkeiten ging es nur mit einer knappen Führung in die Kabine. „In dieser Phase müssen wir eigentlich schon den ersten Nadelstich setzen!“, war Grimm mit der Umsetzung der taktischen Vorgaben und der inkonsequenten Nutzung der Torchancen überhaupt nicht zufrieden.

Nach dem Seitenwechsel kam die TSG wie schon gegen Herrenberg deutlich wacher aus der Kabine und konnte trotz Unterzahl innerhalb von wenigen Zeigerumdrehungen den Vorsprung erstmals auf drei Tore ausbauen (10:13 /32.). Eine Fehlentscheidung der ansonsten guten Schiedsrichter Weber/Weber aus Großsachsenheim und die daraus resultierende Unterzahl brachte die Hausherren um ihren Spielertrainer Moritz Eisele jedoch schnell wieder zurück ins Spiel (14:14/41.). Zwei blitzsaubere Treffer von Rechtsaußen sowie zwei Gegenstoß-Assists durch Michael Buck brachten seine Farben wieder mit 15:18 (47.) in Front. „Das war von Zwieback das beste Spiel im TSG-Trikot!“, freute sich der sportliche Leiter Alex Steuer über den famosen Auftritt des sonst eher ruhigen Buck.

Fortan agierten die Gastgeber zunehmend hektisch, sodass immer mehr Bälle von der hellwachen Abwehr abgefangen wurde oder sichere Beute des soliden Reutlinger Keepers Rok Selakovic waren. Konsequent wurden nun die sich ergebenden Chancen verwertet. Selbst eine Umstellung des TSV Köngen auf eine 5:1-Abwehr erzielte zunächst nicht den gewünschten Effekt, sodass beim 16:22 (53.) durch den insgesamt sechs Mal erfolgreichen Benedict Greve die scheinbare Vorentscheidung gefallen war. Doch letztes Mal bäumten sich die Hausherren – begünstigt durch zwei technische Fehler auf Reutlinger Seite - auf und konnten zum 20:22 (57.) verkürzen. „Die Köngener Moral war in der Schlussphase imponierend!“, zollte Grimm dem Gegner Respekt. „Dennoch dürfen wir die Bälle nicht so herschenken!“ Nach einer letzten Auszeit bewahrte Reutlingen allerdings kühlen Kopf. Ein Doppelschlag durch TSG-Neuzugang Robert Selesi und den mit acht Treffern erfolgreichsten Reutlinger Schützen Billy Bantle zum 21:24 (59.) machte den Deckel auf die Partie.

„Wir müssen in der einen oder anderen Situation noch einen Tick cleverer werden und kaltschnäuziger sein, aber wir haben heute auf die Leistung von letzter Woche aufgebaut. Jetzt freuen wir uns riesig auf das Derby zu Hause gegen den Aufstiegsfavoriten SG Ober-/Unterhausen!“ so Co-Trainer Thomas Schneider.