TSG Reutlingen

Max Haußmann wagt den nächsten Schritt

Denis Raiser

Es war wahrlich keine leichte Entscheidung. "Ich musste lange darüber nachdenken", gibt Max Haußmann zu. Doch letztlich wollte sich der alpine Skirennläufer der TSG Reutlingen diese einmalige Chance nicht entgehen lassen, ab September das Ski-Internat in Oberstdorf zu besuchen.

Das Angebot dazu bekam Haußmann nach dem größten Triumph seiner bisherigen Laufbahn. Im März siegte der 16-Jährige bei den deutschen Schülermeisterschaften am Oberjoch in der Slalom-Konkurrenz und holte damit erstmals seit Heiner Längst im Jahr 2011 diesen Titel in die Achalmstadt. Schon zuvor machte das Mitglied des TSG Talent Teams mit dem zweiten Platz beim deutschen Schülercup und den Titeln bei den baden-württembergischen (Slalom) sowie den schwäbischen Meisterschaften (Slalom und Riesenslalom) auf sich aufmerksam.

Nun wagt Max Haußmann also den nächsten Karriere-Schritt, mit dem er sich die Möglichkeit offenhält, irgendwann sein Hobby zum Beruf zu machen. „Hätte Max sich gegen das Ski-Internat entschieden, hätte er in Zukunft allenfalls Hobby-Rennen fahren können“, weiß sein Vater Tim Haußmann. Er weiß aber auch, dass dies einen großen Einschnitt im Leben seines Sohnes bedeutet, er sein soziales Umfeld mit Freunden und Familie zurücklässt. Aber Max Haußmann wollte nicht, „dass ich mir später einmal Vorwürfe mache, dass ich es nicht probiert habe.“

Der einzige aus Reutlingen, der es vor ihm versucht hatte, war Heiner Längst. Der heutige B-Kaderathlet des Deutschen Ski-Verbands war schon Max Haußmanns Vorbild als er mit zwei Jahren zum ersten Mal auf den Brettern stand – und ist es auch heute noch. Mit ihm hat sich Max Haußmann mehrmals getroffen und sich über das Internat informiert. In Endabrechnung der Familie überwogen die Vorteile letztendlich deutlich. Mit dem Trainingshang in unmittelbarer Nähe fallen endlich die langen Anfahrtswege in die Berge weg, die bisher viel Zeit im Auto gekostet haben. Zudem wird Haußmann dort zielgerichteter gefördert und muss nicht mehr in Eigenregie trainieren wie bisher.

In der „Kraftalp“, dem internatseigenen Fitnessraum, stemmt er zukünftig Seite an Seite mit Weltcupfahrern wie Andreas Sander oder Stefan Luitz die Gewichte. „Eine bessere Motivation kann es kaum geben“, findet Tim Haußmann. Und weil auch die schulische Ausbildung mit dem staatlichen Gymnasium im Ort sowie einer Lerngruppe und Nachhilfe im Internat nicht zu kurz kommt, macht das Gesamtkonzept für ihn „einen vernünftigen Eindruck“. Heiner Längst hat es jedenfalls nie bereut, diese Entscheidung getroffen zu haben. 

 

Bezirks-Mannschaftsmeisterschaft

März 2017 - Walter Buchert/Klaus Pape

36 Dreier-Mannschaften wies die Startliste auf, von denen fast durchweg alle drei Rennläufer in die Wertung eingingen. Als stärkstes Team in der Klasse U8 erwies sich das Dreigestirn aus Ebingen, dicht gefolgt vom SC Steinlach (Keno und Kjel Sickinger, Leopold Jaus), sowie der TSG Reutlingen (Luis Kerschbaumer, Luis Retter, Jannik Breutmann).
Auch die Klasse 10-12 sah die Ebinger als Sieger bei den Mädchen vor der TSG mit Jana Fritz, Katharina Meybrunn und Aurelia Hermelink, sowie dem SC Steinlach mit Luise Epp, Antonia und Nika Nill. Bei den Buben holten die die Steinlacher mit Keke Sickinger, Lasse Jürgens und Simon Epp ebenfalls Platz 3.
Sieben Bezirke bildeten bisher den Skiverband Württemberg. Dies wurde jetzt in vier Regionen geändert. Durch diese Änderung wurde nun erstmals eine alpine Meisterschaft der Region West ausgefahren und als erster Titelträger der Klasse U14-16 konnten sich die TSG`ler Mika Mangold, Marc Illig und Ole Schmid den ersten Eintrag in die Siegerliste  sichern, ebenso bei der weiblichen Jugend die Mädchen Lena Haug, Lea und Anna-Lisa Müllerschön vom VfL Pfullingen, denen Mona Rehm und Johanna Meybrunn dicht auf den Fersen waren.
Die AK-Titel gingen beide an den SC Steinlach, bei den Damen durch Anne Sickinger und Ulrike Epp, sowie bei den Herren durch Timo Jürgens, Michael Jaus und Markus Wach.

Regio-Cup

März 2017 - Walter Buchert/Klaus Pape

Beim Regio-Cup, den der SSV Spaichingen am Ebinger Hang durchführte, sah in der Klasse 8 die Steinlacher Leila Heyd und Kjel Sickinger als Sieger, Alexander Hermelink (TSG) wurde Dritter, wie auch Ella Seidemann (ebenfalls TSG) in der U10. Die nächst höhere Klasse wurde durch die Schüler Jana Fritz und Ole Schmid (beide TSG) dominiert. Haarscharf am Podest der Klasse U14 vorbei fuhr Mika Mangold (TSG) als Vierter. In der selben Klasse der Mädchen belegten Anelie Fritz und Johanna Meybrunn (TSG) die Ränge 2 und 3 hinter Savina Hack vom WSV Tailfingen.
Einen weiteren Tagessieg heftete Mona Rehm in der Jugendklasse an die Fahnen der TSG Reutlingen. Erfolgreicher entwickelte sich der Slalom für die Sportler aus dem östlichen Teil der Region West. Hinter Pia Linger (Stetten) belegten Aurelia Hermilink (TSG) und Leila Hayd (Steinlach) die Plätze 2 und 3. Kjel Sickinger (SC Steinlach) gewann die Klasse U8, dritter wurde hier Alexander Hermelink (TSG). Abermals als dritte auf dem Stockerl landete Ella Seidemann (TSG), denselben Rang belagte auch Keke Sickinger (Steinlach) vor Marco Löffler (TSG).
Die elfjährige Jana Fritz von der TSG fuhr eine überragende Bestzeit in der Klasse U12, Ole Schmid (TSG) wurde hier dritter, Kimi Sickinger (Steinlach) fünfter und Horatio Hermelink (TSG) sechster.
Die Klasse U14 wurde wieder eine Beute des Teams der TSG Reutlingen. Mika Mangold siegte und fahr fast Tagesbestzeit. In dieser Klasse U16 siegte ebenfalls Anelie Fritz wie in der Klasse der Jugend Mona Rehm (ebenfalls TSG Reutlingen).

SKI Alpin Bezirksmeisterschaft in Ebingen

März 2017 - Walter Buchert/Klaus Pape

Es ist kaum zu glauben, aber am vergangenen Wochenende führte der Bezirks-Verbund Südwestalb-Schwarzwald seine alpinen Bezirksmeisterschaften durch.
Im Ebinger Skitäle fanden 133 Riesenslalom-Starter beste Pistenverhältnisse vor, lediglich 14 Ausfälle legen davon Zeugnis ab.
Die Ebinger Unternehmerfamilie Binder sorgt mit professionellem Einsatz für Schnee ohne entsprechendem Winter, sodass Skirennsport vor der Haustür noch möglich ist.
Doch zu früh gefreut, die Schneeberge waren nicht den Alpinen reserviert, sondern den Skicrossern für das anstehende Europa-Cup-Event am kommenden Wochenende.
Erfreulich viele neue Namen wies die Startliste auf, wobei sich die TSG Reutlingen, der SC Steinlach und der SC Stetten als Hüttenbesitzer im Allgäu hervortun, sowie der WSV Ebingen mit seiner mit Kunstschnee versehenen Anlage.
Gemeinsam in die Wertung kamen die Mädchen und Buben der jüngsten Klasse U8, wobei Aurelia und Alexander Hermelink von der TSG die Sieger stellten, während Kjel Sickinger (Steinlach) und Heiko Rettich (Ebingen) Platz 2 und 3 herausfuhren.
Ganze 0,03 Sekunden fehlten Jana Fritz (TSG) zum Titel hinter Alisa Colditz (Ebingen) in der Klasse U10-12. In derselben Klasse belegte der TSG`ler Ole Schmid Rang vier hinter drei Ebinger Jungs, gefolgt vom Steinlacher Keke Sickinger in dieser zahlenmäßig starken Gruppe.
20 Starter stritten sich im Jahrgang U14/16 um den Sieg, den sich Marc Illig (TSG) sicherte. Mika Mangold (TSG) fuhr auf Platz 5.
Anne Sickinger (SC Steinlach) holte sich den Titel als AK-Meisterin. In dieser Klasse sprang für Peter Illig (TSG) Platz 3 heraus, zwischen den Capellmännern und Hermle, den einstigen Cracks vom SC Gosheim. Der Jugendtitel ging an Lena Haug (VfL Pfullingen), während bei den Klassen männliche Jugend und Aktive die Reutlinger Ecke mit Fehlanzeigen glänzte. Das sollte zu Denken geben!

Bezirk- bzw. Region-Slalom

März 2017 -Walter Buchert/Klaus Pape

Zu einer sportlichen Farce gerieten die ersten Slalom-Meisterschaften der Region West.
Ganze 68 Teilnehmer-Meldungen gingen ein und das bei besten Schnee und Wetter-Verhältnissen auf der Schwäbischen Alb in Ebingen.
Selbst die sonst so zahlreichen Meldungen der TSG Reutlingen oder des SC Steinlach wiesen große Lücken auf.
Mit dritten Plätzen glänzten Katharina Meybrunn, Ole Schmid und Mona Rehm (alle TSG Reutlingen).
Erwähnenswert vor allem die Vizemeisterschaft durch Mika Mangold (TSG) hinter dem 2 Jahre älteren Tom Metzger vom SC Truchtelfingen und vor seinen Vereinskameraden Marc Illig.
Ein ärgerliches Ende nahm der starke Auftritt von Jana Fritz (TSG). Bei ihrer Fahrt zur Bestzeit hatte jemand einen Fahrfehler gesehen, im Kurzkipperteil soll sie geritten haben. Der Torrichter hatte es nicht gesehen, disqualifiziert wurde sie trotzdem.