TSG Reutlingen

Presse Inklusionssport 2016

 

 

 

 

 

Spanien ole!

 

Fußballer der TSG Reutlingen Inklusiv starteten bei internationalem Turnier in Spanien.

 

Der Fußball bei der TSG Reutlingen Inklusiv hat im letzten Jahr enorm an Fahrt zugelegt. Immer mehr junge Menschen mit Handikap wollen genauso wie andere ohne Behinderung auch Fußball spielen. Fußball ist und bleibt die Sportart Nummer 1. Seit Jahren wird die aktive Mannschaft der TSG Reutlingen Inklusiv von Volkmar Klein betreut und seit Jahren nimmt sie landesweit auch an Turnieren teil und behauptet sich in der Region. Jetzt reisten die Fußballer nach Calella, 50 km östlich von Barcelona, um an einem internationalen Turnier teilzunehmen. In Teilnehmerfeld standen Teams aus: Deutschland, der Schweiz und Spanien. Bei insgesamt fünf Spielen gegen die europäischen Teams konnte sich die TSG Mannschaft gegen den Gegner aus der Schweiz: FC Zwyssig souverän mit 4 :1 durchsetzen, wohingegen man sich gegen den Turnierfavoriten aus Spanien mit 1 : 5 geschlagen geben musste. Auch gegen die beiden anderen Teilnehmer aus Ludwigsburg und Bochum reichte es leider nicht zu einem Sieg.

Der Schwerpunkt der Reise lag aber auch nicht in der erster Linie auf der Erringung des Turniersiegs, sondern auf dem Sammeln internationaler Erfahrung und der Bildung von Kontakten zu europäischen Fußballteams. So standen neben den sportlichen Wettkampf vor allem touristische Attraktionen auf dem Programm: Kajak fahren, Barcelonastadtrundgang, Besichtigung des Unterwassermeeresaquariums etc.

Voller Eindrücke kehrten die Fußballer nach sechs Tagen in die Achalmstadt zurück und zeigten einmal mehr, dass die Teilnahme am Behinderten – und Inklusionsfußball den Horizont erweitert und man darüber auch zu Reisen in andere Länder kommt.

 

Dr. Martin Sowa

 

 

 

Neuerscheinung!!

...und die Tore schießt Lore

das neue Inklusionssportbuch ist ab Ende Juli im Handel

Martin Sowa:

„…und die Tore schießt Lore“ Inklusionssport auf den Weg gebracht. Verlag modernes lernen Dortmund 2015, Preis 19.95€

Liebe Inklusionssportfreunde.

Noch im Juli 2015 erscheint das von mir verfasste Buch: „…und die Tore schießt Lore“ Inklusionssport auf den Weg gebracht. Verlag modernes lernen Dortmund.
Ich hoffe, dass wir mit dem Buch vielen Menschen mit und ohne Behinderung den Weg zu einem schönen und freudvollen sportlichen Miteinander bereiten können. Das Buch ist bewusst ganz praktisch verfasst und will neben vielen praktischen Spiel – und Sportmöglichkeiten, welche sofort nachgemacht werden können, vielfältige Wege aufzeigen, wie Inklusionssport gelingen kann.
Es ist ein Buch aus der alltäglichen Praxis für die alltägliche Praxis von Praktikern, für Neueinsteiger, für solche Personen die Inklusionssport anbieten möchten, aber ganz selbstverständlich noch Fragen haben.
Ein kleiner Auszug aus dem Klappentext soll schon hier einmal einen Überblick geben.
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir da sehr viel mit den Weg zum Sport geht könnten.
Über Rückmeldung würde ich mich ebenfalls sehr freuen.

Ihr Martin Sowa

 

Öffentlichkeitskampagne der Inklusionskonferenz des Landkreises Reutlingen!

Der Landkreis macht sich auf den Weg zur Inklusion.

 

So oder so ähnlich könnte man die Veranstaltung der Inklusionskonferenz des Landkreises Reutlingen am 15.7.2015 auf dem Reutlinger Marktplatz bezeichnen.

In sehr enger Kooperation hatte die Inklusionskonferenz unter der Federführung von Susanne Blum und Marc Klett mit dem landesweiten Inklusionssportprojekt Bison mit Dr. Martin Sowa und Ines Leister den Tag akribisch vorbereitet.

So verwandelte sich das Herzstück der Reutlinger Innenstadt, der Marktplatz, für einen Tag zu einer inklusiven Informations –, Aktions – und Gesprächsfläche.

Die Inklusionskonferenz wollte mit dieser Veranstaltung im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne des Landes Baden-Württemberg: Du – Ich – Wir! einen Tag lang besonders auf die vielfältigen Möglichkeiten der Inklusion hinweisen und auf sich aufmerksam machen.

Aus diesem Grund stand das Inklusionsmobil des Landes und der Agentur Bitter zur Verfügung.

Damit Inklusion aber auch gelebt werden konnte, hatte das landesweite Inklusionssportprojekt Bison der Geschäftsstelle des Landesbehindertenbeauftragten: Gerd Weimer für zahlreiche Gruppen gesorgt, welche den ganzen Zeit über zum Staunen und Mitmachen anregten.

Den Start absolvierten die bewährten Tänzer aus der Karl – Georg -Haldenwang Schule in Münsingen, die in Kooperation mit der inklusiven band: Take it easy, ebenfalls aus der Haldenwang Schule für einen schwungvollen Auftakt sorgten, so dass bald sehr viele Menschen auf dem Marktplatz das Tanzbein schwangen.

Unter der Leitung von Dieter Steuer konnte zweimal an einem Gebärdenkurs teilgenommen und die Künste eines Stuttgarter Gebärdenchors bewundert werden. Bei diesen Aktionen ging es zwar sehr leise zu, doch das Zuschauerinteresse war dafür umso größer.

Nach solchen eher ruhigen Einlagen folgten die inklusiven Spiele der TSG Reutlingen Inklusiv, geleitet von Nina Magnussen und Ines Leister. Aber auch Rollstuhl - Karate und Rollstuhlfechten fehlten an diesem Tag nicht. Erika Seitz und Philipp Pleier demonstrierten mit ihren Sportlern, wie diese inklusiven Sportarten funktionieren. Und so mancher Besucher sah sich dem Rollstuhlfechter Markus Lemke von der TSG Reutlingen Inklusiv haushoch unterlegen.

Deutlich machte Markus Lemke, was ihm dieser Sport alles gebracht hat.

Einen großen Auftritt erlebten die inklusiven Fußballer der TSG Reutlingen Inklusiv, welche alle in den gesponserten Trikots des VfB Stuttgart ihre Fußballkünste demonstrierten.

Dies Soulhossas von der Kulturwerkstatt Reutlingen rockten am Nachmittag den Marktplatz und schafften es mit ihrem Sound, dass aus den entlegensten Ecken der Altstadt die Zuschauer auf den Marktplatz strömten. Diese inklusive Rockband konnte ihr großes Können wahrlich unter Beweis stellen.

Praktisch ein Heimspiel hatte an diesem Tag zum Abschluss die inklusive Hip Hop Gruppe der TSG Reutlingen Inklusiv. Nachdem sie vor kurzer Zeit schon ihr Können beim Altstadtlauf demonstriert hatten, war nun erneut der Reutlinger Marktplatz ihre Bühne.

Großen Anklang fanden auch die zweimaligen inklusiven Stadtführungen der Bruderhauses Diakonie, sowie die am Infomobil werbende Initiative: Inklusionsbegleitung unter der Leitung von S. Götz.

Hier kann Menschen, welche auf Begleitung angewiesen sind, durch gänzlich unkomplizierte Art und Weise weitergeholfen werden.

So hat sich zwischen dem LSK (Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter) und dem Inklusionssportprojekt Bison schon nach kurzer Zeit eine feste Kooperation gebildet, welche in drei konkrete Aktionen eingemündet ist.

Ein Büchertisch der Buchhandlung Osiander und des Bisonprojektes des Referenten für den Inklusionssport Dr. Martin Sowa boten der Veranstaltung zunehmend Lesestoff. Hier konnte Sowa ebenfalls sein neues Buch zum Inklusionssport: Und die Tore schießt Lore präsentieren, welche Ende Juli auf dem Markt erscheint.

 

Fazit: Ein rundum gelungener Inklusionstag im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne des Landes Baden-Württemberg: Du - Ich - Wir!

 

 

Hip Hop Gruppe der TSG Reutlingen Inklusiv leistet wesentlichen Beitrag zum Inklusionssport im Land!

 

 

 

Vor sieben Jahren wurde die Hip Hop Gruppe der TSG Reutlingen Inklusiv ins Leben gerufen und hat sich seit ihrem Bestehen immer mehr in die Herzen vieler Zuschauer im Land Baden-Württemberg getanzt. Unter der Leitung von Franziska Fritz, Anna Lena Heiß und Annika Lauer wird die Gruppe immer mehr für Auftritte angefragt.

 

Schon seit einigen Jahren begeistert sie das Publikum beim Reutlinger Altstadtlauf, wo sie im Wechselspiel mit den Albraguggern für das musikalische Vorprogramm sorgt. So auch jetzt wieder am 5.7.2015.

 

 

 

Einen Tag später war die gesamte Gruppe dann schon wieder zu einem weiteren viel beachteten Termin unterwegs. Anlässlich der 100 Jahr Feier von Daimler – Benz in Sindelfingen, durften die Hip Hoper dann auf der großen Bühne des riesigen Werksgeländes auftreten und begeisterten auch in der Autobauerstadt das Publikum, was spontan vor der Bühne mit tanzte.

 

Auf diese Weise bewahrheitet sich immer wieder, was wir schon seit Jahrzehnten propagieren: der Sport schafft es auf einfache Art und Weise den Horizont zu erweitern, andere Städte und andere Menschen kennen zu lernen. Und wann wird es unseren Sportlern schon einmal zuteil, dass sie im Mittelpunkt des Geschehens stehen und den Applaus ernten.

 

Auf diese Weise trägt der Sport entscheidend mit dazu bei, die Lebensfreude und Lebensqualität zu steigern.

 

Animiert durch so viele Erfolge soll nun in Reutlingen ein weiteres Hip-Hop-Gruppe ins Leben gerufen werden und auf der schwäbischen Alb will die TSG Reutlingen Inklusiv dafür sorgen, dass der Inklusionssport ebenfalls in den ländlichen Raum getragen wird. Auch hier soll eine inklusive Hip-Hop-Gruppe ab September 2015 entstehen.

 

Power Race in Reutlinger Altstadtlauf wird trotz Hitze zum Erfolg!

 

 

 

Drückend lag am Samstag den 4.7.2015 die Hitze über der Reutlinger Altstadt, als die IgLl Reutlingen und die TSG Reutlingen Inklusiv sich zum inklusiven Altstadtlauf präparierten. Knapp 30 Sportler mit Handikap hatten sich auch in diesem Jahr wieder für die verschiedenen Strecken durch das Herz der Innenstadt angemeldet. Dabei rekrutierten sich die Läufer aus der Bruderhaus Diakonie Urach unter der Leitung von Jürgen Issler und der TSG Reutlingen Inklusiv unter der Federführung von Albrecht Tappe, Corinne Thür und Dr. Martin Sowa.

 

Martin Sowa war es wieder gelungen die Albragugger aus Engstingen zu engagieren, welche im fröhlichen Wechsel mit der Hip Hop Gruppe der TSG Inklusiv das fetzige Vorprogramm auf dem Marktplatz bestritten.

 

Schon ab 16:00 Uhr die Albraggugger die Besucher des Alexandre zu viel Beifall hingerissen. Als sie dann zusammen mit den Hip Hopern auftraten, kam auch der Marktplatz in Schwung. So wurde schon im Vorfeld Inklusion ganz einfach gelebt.

 

Seit einiger Zeit hat sich auf das Konzept der IgL Reutlingen der TSG Reutlingen Inklusiv bewährt, nämlich die 1,5 km Läufer bei den Schülern laufen zu lassen und die 2,5 km Läufer eine Runde im Hauptlauf zu integrieren. Auf diese Weise wird Inklusion ganz selbstverständlich in das Sportgeschehen integriert.

 

Zu überlegen ist es für die nächsten Jahre eine 3.Power-Race – Wertung einzuführen, denn in diesem Jahr starteten zwei Läufer mit Handikap auch über die komplette 10 km Distanz. Dabei kam Corinna Pflumm von der TSG Reutlingen Inklusiv sogar noch auf einen sehr guten Platz und ließ weit mehr als 30 Starter hinter sich.

 

Besonders freuten sich die Power-Racer über die Geschenke des VfB Stuttgart: nämlich nagelneue VfB Trikots für jeden einzelnen Starter. So ergab sich während des gesamten Abends ein schönes rot – weißes Bild in der Stadt. Und als Bürgermeister R. Hahn die Medaillen, Urkunden und Pokale überreichte, konnte sich so mancher in die Cannstatter Kurve der Mercedes – Benz – Arena versetzt sehen, denn zu diesem Zeitpunkt war der Truck gefüllt mit „VfB – Läufern“.

 

Ein herzliches Dankeschön an den VfB Stuttgart und seinen Fanbeauftragten Peter Reichert, der diese Präsente an den Exklusiv Partner Dr. Martin Sowa überreicht hatte.

 

Zu wünschen wäre für das nächste Jahr, dass sich ebenfalls Starter aus weiteren Schulen und Einrichtungen wieder an diesen schönen Lauf Event IgL Reutlingen beteiligen.

 

 

Am Ende jubeln die Sieger wie ihre Idole

Zum zwölften Mal wurde jetzt das Fußball-Turnier für Menschen mit Behinderung auf dem TSG-Sportgelände ausgetragen. 16 Mannschaften aus ganz Baden-Württemberg spielten um die Siegerpokale.


Zu den zahlreichen sportlichen Aktivitäten, welche die Behindertensport-Abteilung der TSG Reutlingen Menschen mit Behinderung schon lange anbietet, kam vor elf Jahren das Fußball-Turnier um den Echaz-Cup hinzu. Auch bei seiner zwölften Auflage wurde das von TSG und Bruderhaus-Diakonie veranstaltete Turnier zu einem Höhepunkt im Sportgeschehen behinderter Menschen.

Die Teilnehmer kamen aus Bad Urach, Stuttgart, Weingarten, Rottenburg, Herrenberg, Bisingen, Burach, Dornstetten und Mariaberg. Mit dabei auch zwei Mannschaften je ein Team der Reutlinger Diakonie und der Peter-Rosegger-Schule. Gespielt wurde in drei Gruppen der Herren und deren zwei der Schulen.

Am Morgen waren die rund 170 Sportler aus 16 Mannschaften mit ihren Betreuern angereist. Auf dem Kunstrasen der beiden Kleinspielfelder gingen die Vorrundenspiele über die Bühne, ehe die Finalrunde der Herren- und Schulmannschaften in Lucky-League und Champions League ausgespielt wurden. Im Endspiel der Lucky League der Schulen behielt die Mannschaft Peter Rossis gegen die Fußballfreunde Stuttgart 1 mit 4:1-Toren die Oberhand. Den Sieg in der Champion League erspielte sich Barca Herrenberg mit einem 1:0 gegen KBZO Burach FC. In der Kategorie Lucky-League Herren zog TSG Reutlingen 2 gegen Torpedo 90 Dornstetten 1 mit 2:4 den Kürzeren. Das Endspiel der Champions League bei den Männern bestritten wie in den vergangenen zwei Jahren das Johannes-Brenz-Haus Bad Urach 1 gegen TSG Reutlingen 1 mit ihrem Trainer Volkmar Klein. In diesem letzten von insgesamt 45 Spielen des Tages fiel das 1:0 und damit der Siegtreffer für die Ermstäler quasi mit dem Schlusspfiff. Danach kannte der Jubel der Echaz-Cup-Sieger 2015 keine Grenzen mehr.

Mit großem Einsatz und sichtlich viel Freude hatten die Behindertensportler ansehnlichen, vor allem stets fairen Fußball geboten. Eine Tatsache, die nicht nur die routinierte Turnierleitung um Bernhard Friedsam, TSG-Geschäftsführer Albrecht Tappe und Volkmar Klein zu Recht strahlen ließ. Nicht zuletzt auch den "Gründungsvater" des begeisternden Echaz-Cups, TSG-Abteilungsleiter Dr. Martin Sowa.

Begeisterung auch bei DRK-Urgestein Paul Mohl - "ich bin von Anfang an dabei" - und seinem Kollegen Anton Kremm, die lediglich "Schürfwunden und zu kühlende Prellungen mit Eis als Wunderwaffe" zu verarzten hatten.

Johannes Schneider, Leiter der Behindertenhilfe Neckar-Alb in der Bruderhaus-Diakonie, unterstützt von den Organisatoren, nahm die Siegerehrung vor. Höchst stimmungsvoll wurde dabei gejubelt, getanzt, gehüpft und gefeiert - genau so, wie es die Fußballspieler von ihren Profi-Idolen gewohnt sind. Während die Turnier-Sieger stolz die abermals von der Bruderhaus-Diakonie gestifteten Pokale samt Urkunden mit nach Hause nahmen, mussten auch alle anderen den Heimweg nicht ohne Medaille antreten. Die Organisatoren der TSG Reutlingen und der Bruderhaus-Diakonie - sie war mit insgesamt 50 Sportlern dabei -, die Schiedsrichter sowie die Frauen und Männer am Grill, hatten wiederum ganze Arbeit geleistet.

 Quelle: http://www.swp.de/reutlingen/lokales/reutlingen/Am-Ende-jubeln-die-Sieger-wie-ihre-Idole;art5674,3307438

Mittendrin statt nur dabei beim Spielfest

VON ALEXANDER RABE

REUTLINGEN. »Ich bin Superman«, ruft Denny. Der Achtjährige sitzt mit seinem Vater auf der Schaukel und hat den Spaß seines Lebens. Normal. Und doch besonders, schließlich sitzt Denny sonst im Rollstuhl. Beim Spielfest der TSG Reutlingen Inklusiv in der Oskar-Kalbfell-Halle ist er mittendrin statt nur dabei.

An den Ringen hoch hinaus, auf der Schaukel mit Papa, beim Balance-Akt auf der Holzbank oder im Team der inklusiven Hip-Hop-Gruppe ? beim Spielfest der TSG Reutlingen Inklusiv hatten alle Beteiligten vor allem eines: jede Menge Spaß. FOTO: RABE
An den Ringen hoch hinaus, auf der Schaukel mit Papa, beim Balance-Akt auf der Holzbank oder im Team der inklusiven Hip-Hop-Gruppe – beim Spielfest der TSG Reutlingen Inklusiv hatten alle Beteiligten vor allem eines: jede Menge Spaß. FOTO: RABE

»Inklusion heißt doch, dass jeder einfach mitmachen kann«, sagt Dr. Martin Sowa von der TSG Reutlingen Inklusiv. Hier beim Spielfest können alle mitmachen. Auf einem Rollbrett sausen die Kinder eine aus Bänken gebaute Rampe hinunter. Mütter und Väter werden zu Mattenwagen-Piloten und steuern die Kleinen kreuz und quer durch die Halle. Unter einem weißen Tuch suchen sich die Drei-Käse-Hochs einen Weg durch ein Labyrinth, ehe sie eine Station weiter an Ringen fast bis zur Decke hochgezogen werden oder am Tau wie Tarzan an der Liane schwingen.

Die 13 Spielstationen sind liebevoll gestaltet und überall geht’s um dasselbe: Spaß. Das TSG-Team hat ganze Arbeit geleistet und die lachenden Kindergesichter zeigen, dass sich der Aufwand auch bei der 20. Auflage der Veranstaltung gelohnt hat. Eine kurze Verschnaufpause der spielenden Kinder nutzt die inklusive Hip-Hop-Gruppe der TSG, um ihre Choreografien zum wummernden Bass auf den Hallenboden zu tanzen. Die Tribüne bebt, es gibt tosenden Applaus.

Flüchtlinge zu Gast

Das Spielfest ist nicht nur barrierefrei, sondern auch grenzenlos. Erstmals sind beim Spielfest Flüchtlinge aus der Unterbringung in der Betzinger Carl-Zeiss-Straße dabei. 33 Kinder wurden samt Eltern und Betreuern mit dem Bus abgeholt und zur Halle gebracht. »Die Idee ist mir bei der Inklusionskonferenz gekommen, als es hieß, wir sollen eine Willkommenskultur aufbauen«, sagt Martin Sowa. Gesagt, getan: Er lud die Flüchtlinge zum Spielfest ein, »damit die mal aus ihrer Unterkunft rauskommen und hier einen Nachmittag Spaß haben«.

Die Einbindung der Flüchtlinge beim Spielfest soll nur der Auftakt sein. »Wir wollen diese Personengruppe verstärkt ansprechen, Gespräche mit der Asylpfarrerin führen und für unterschiedliche Altersgruppen was anbieten.«

nachzulesen bei GEA: mittendrin statt nur dabei

Ein weiterer Artikel bei der Südwest Presse: Nicht lange reden-einfach machen

 

TSG gewinnt zum sechsten Mal

Zum Drei-Zonen-Hockey-Turnier für Menschen mit Behinderungen konnte die TSG Reutlingen Inklusiv sieben Teams begrüßen. TSG 1 gewann das Finale gegen Oberesslingen-Zell.

Aus Oberesslingen-Zell, Bad Urach und Schwäbisch Gmünd waren die Sportler im Alter von 16 bis 56 Jahren, allesamt mit unterschiedlichsten Behinderungen, mit ihren Betreuern angereist. Vier Teams der TSG Reutlingen Inklusiv kamen noch hinzu.

Die Spielidee zum Drei-Zonen-Hockey ist nunmehr schon 27 Jahre alt und wurde seinerzeit von dem auch heute noch im Ehrenamt befindlichen Abteilungsleiter der TSG-Sportgruppe Inklusiv, Dr. Martin Sowa, ins Leben gerufen. Unabhängig vom Grad der Behinderung ermöglicht die Aufteilung des Spielfeldes in drei Zonen, dass gute aber auch schwache Spieler zugleich teilnehmen können. In 22 Spielen mit jeweils zehn Minuten Spieldauer fielen insgesamt 214 Tore.

In den Partien Jeder gegen Jeden spielten die Sportler um die Teilnahme am Finale der "Lucky League" und "Champions League". Dabei gab es in den recht torreichen Paarungen für die je sieben bis neun Spieler pro Mannschaft, darunter etwa ein Fünftel weibliche Sportler, Möglichkeiten genug, ihre Schläger vor lauter Freude hoch zu reißen und sich abzuklatschen.

Das Finale der Lucky League sah TSG Reutlingen 3 mit 5:3-Toren gegen die TSG Reutlingen 4 als jubelnden Sieger. Im Endspiel der Champions-League standen sich mit der TSG Reutlingen 1 und Oberesslingen-Zell zwei spielstarke Mannschaften gegenüber, die schon im Vorjahr den Titel unter sich ausgemacht hatten. Nach zunächst hin und her wogendem Spielverlauf hatten die TSGler - von Trainer und Übungsleiter Volkmar Klein taktisch klug eingestellt - mit einem letztlich souveränen 7:4-Sieg den Titel verteidigt. Es war ihr sechster Turniersieg in Folge.

Verlierer gab es nicht wirklich. Während die Spiele von großem sportlichen Ehrgeiz, Siegeswillen und Fairness geprägt waren, ging es sofort nach dem Schlusspfiff zwischen Siegern und Unterlegenen durchwegs kameradschaftlich zu. Da wurde gratuliert, sich auf die Schultern geklopft, man freute sich und ab und an wurde auch gegenseitig getröstet.

Bei der höchst stimmungsvollen Siegerehrung gab es Pokale für die Besten, Medaillen und Urkunden für alle. Auszeichnungen, die sie allesamt voller Stolz engegennahmen. Stolz durften nach der fünfstündigen Veranstaltung letzlich aber auch die Organisatoren der TSG Reutlingen sein.

Der für das Turnier verantwortliche Geschäftsführer Albrecht Tappe, Volkmar Klein und Hermann Sieber hatten samt ihren engagierten Helferinnen Corinne Thür, Ines Leister und erstmals auch Nina Magnussen das Hockey-Turnier gewohnt souverän über die Bühne gebracht.

Mensch im Mittelpunkt

Die TSG Reutlingen inklusiv erhielt den Herzogin-Marie-Preis 2014 der Stiftung Präventive Jugendhilfe. Überreicht wurde er durch deren Schirmherrin, ihre Königliche Hoheit Marie Herzogin von Württemberg.

Große Ehre für die TSG Reutlingen. Deren Abteilung "TSG Reutlingen inklusiv" erhielt den diesjährigen Herzogin-Marie-Preis der Stiftung Präventive Jugendhilfe. Mit dem Preis, den die Schirmherrin der Stiftung, ihre Königliche Hoheit Marie Herzogin von Württemberg, am vergangenen Freitag anlässlich eines Festaktes im Domino-Haus überreichte, wird die innovative Arbeit in Sportgruppen ausgezeichnet, in denen Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam aktiv sind.

Der diesjährige Herzogin-Marie-Preis mit dem Titel "Der Jugend eine Zukunft geben" steht unter dem Motto ,,Gemeinsam geht es besser - Ausgrenzung vermeiden". Unter 15 Bewerbungen hatte sich eine Jury aus Fachleuten des Stiftungsrates einstimmig für TSG Reutlingen inklusiv als alleinigen Preisträger entschieden.

In der TSG Reutlingen werden seit 35 Jahren Menschen mit Handicap Möglichkeiten geboten, durch Spiel und Sport den Körper zu trainieren, aber auch das Selbstwertgefühl zu steigern und soziales Miteinander zu fördern. Mit seiner Abteilung ,TSG Reutlingen inklusiv nimmt der Verein eine Pionierrolle bei den inklusiven Sportangeboten ein. Mit dem TSG-Projekt "Die inklusive Sportpyramide" wird ein vorbildliches Projekt geehrt, das Inklusion als Herausforderung und Chance begreift und in dem es vorrangig nicht um leistungsbezogenen Sport geht.

"Wir wollen ohne Leistungsdruck eine Balance zwischen Spiel und Sport finden, bei der man Freude hat und noch dazu soziale Kompetenzen erwerben kann," betont der Geschäftsführer der Abteilung, Albrecht Tappe. Mit den Worten "Ausgangspunkt all unseres Handelns und unserer Angebote sind die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen mit und ohne Handicap", stellt Abteilungsleiter Dr. Martin Sowa die Basis der Abteilung heraus. Der Verein setzt damit konsequent die UN-Konvention über die Menschenrechte für Menschen mit Behinderung um.

Der mit 10 000 Euro dotierte Herzogin-Marie-Preis will neue Ansätze der vorbeugenden Jugendhilfe fördern und deren Umsetzung finanziell und öffentlichkeitswirksam unterstützen. In diesem Jahr zum achten Mal vergeben, wurde er erstmals ungeteilt verliehen. Somit kam die TSG Reutlingen inklusiv in den Genuss der gesamten Summe.

Dem Anlass entsprechend verlief die Preisverleihung am Freitagabend im Atrium des Dominohauses. Stiftungsvorstand Siegfried Hoch nahm die geladenen Gäste in Empfang, Eckhard Rahlenbeck begrüßte als Moderator des Abends die Gekommenen ebenso wie Wolfgang Riehle als Gründungsstifter, Stiftungsrat und einer der beiden Hausherren zugleich. Den musikalischen Part hatten die Pianistin Elisabeth Föll und der blinde Trompetenvirtuose Gisbert Müller in beeindruckender Weise übernommen. Mit Beethovens "Freude schöner Götterfunke" startete das Duo in den Abend.

Nach einem Filmbeitrag der TSG inklusiv brachte ihre Königliche Hoheit Herzogin von Württemberg in ihrer Ansprache zum Ausdruck, was wohl alle Anwesende empfanden. Getreu dem Motto "Gemeinsam geht es besser - Ausgrenzung vermeiden" sagte die Schirmherrin der Stiftung: "Nur wenn alle mitmachen, kann Inklusion gelingen." Mit der TSG Reutlingen inklusiv sieht sie den Preis "an ein beeindruckendes Projekt mit beeindruckenden Menschen vergeben."

Laudator Klaus Tappeser, als Präsident des württembergischen Landessportbundes und ebenfalls Stiftungsrat, lobte die TSG inklusiv in den höchsten Tönen. "Aus einem einem der größten Sportvereine in Württemberg hat man mehr gemacht - und das seit 35 Jahren." An Dr. Martin Sowa und Albrecht Tappe gewandt: "Sie sind Menschen, die sich um Menschen kümmern, bei der TSG inklusiv steht der Mensch im Mittelpunkt." Den Machern und ihrem Tun bescheinigte er Menschen-, Gemeinwesen- und auch Familienorientierung. "Ein Ansatz, wie ich ihn in meiner Sportlandschaft noch nie angetroffen habe. Ich verneige mich vor der TSG Reutlingen inklusiv."

Nach weiterem musikalischem Genuss machte die inklusive Hip-Hop-Gruppe der TSG gekonnt und stimmungsvoll zugleich auf sich aufmerksam. An Dr. Martin Sowa lag es, den Begriff Inklusion auf besondere Art und Weise zu erklären, indem er zwei Speedplay-Schläger mitgebracht hatte. Am Beispiel eines kleinen Spielchens mit der Herzogin meinte er: "Ja, Spaß am Sport und Spaß am Leben stehen bei uns im Vordergrund."

Nach der Verleihung des Preises und einem abschließenden Auftritt von Elisabeth Föll und Gisbert Müller mit "Amazing Grace" ging es über zu einem schmackhaften Ständerling.

Erfolgreich mittendrin

Am 22. Reutlinger Altstadtlauf der Interessengemeinschaft Laufen (IGL) nahmen aus Bad Urach und von der TSG Reutlingen inklusiv insgesamt 22 Sportler mit Behinderungen die Strecke in Angriff.

Als am Samstag beim Altstadtlauf der Schülerlauf B und der Hauptlauf gestartet wurden, stand der Ideengeber des "Power Race", Dr. Martin Sowa, mittendrin. Der ehrenamtliche Abteilungsleiter der Behindertensport-Abteilung TSG Reutlingen inklusiv und zugleich Referent für Inklusionssport, angesiedelt bei der Geschäftsstelle des Beauftragten Gerd Weimer, betätigte sich als unermüdlicher Motivator und Stimmungsmacher - auch während der Siegerehrung.

Hoch erfreut war er darüber, dass er etliche "seiner" Schützlinge abermals in einen ganz normalen sportlichen Wettkampf integrieren konnte: zum elften Mal insgesamt beim Altstadtlauf. 14 Teilnehmer der TSG Reutlingen inklusiv und acht vom Bad Uracher Johannes-Brenz-Haus beendeten ihren Lauf durch die Bank erfolgreich.

Die Behinderten-Sportler gingen im rund 1,3 Kilometer langen Schülerlauf B und auch über eine 2,48 Kilometer lange Runde des Hauptlaufs an den Start. Für den Betrachter wohltuend mittendrin statt abseits. Mit höchst unterschiedlichen Zeiten liefen sie, von den Zuschauern an der Strecke ganz besonders angefeuert, auf dem Marktplatz über den Zielstrich. Begleitet und betreut hatten sie vier Studierende der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, Fakultät für Sonderpädagogik, zusammen mit ihrem Professor Friedhold Sediuk.

Direkt nach dem Zieleinlauf wurden ihnen die Medaillen um den Hals gehängt. Bei der stimmungsvollen Siegerehrung, wieder mittendrin, erhielten ihre Allerbesten einen Pokal, eine schmucke Urkunde aber bekamen die durchwegs strahlenden Altstadtläufer allesamt ausgehändigt.

Den Zuschauern entlang der Laufstrecke hatten die Sportler mit Handicap unter die Haut gehende Momente beschert. Für TSG Inklusiv-Geschäftsführer Albrecht Tappe war wieder "alles sehr reibungslos verlaufen" und "super, dass die Älteren nicht mit den kleinen Kindern, sondern zusammen mit den Erwachsenen des Hauptlaufs starten durften."

Die Ergebnisse der erfolgreichsten Power-Racer:

Power Race 1, 1,3 Kilometer, Männer: 1. Ulrich Maurer (Bad Urach) 7:52, 2. Edwin Lutz (Bad Urach) 8:37, 3. Raphael Dimmerling (Bad Urach) 9:04, 4. Kevin Bader (TSG Reutlingen inklusiv) 9:07, 5. Axel Weible (TSG) 10:29, 6. Klaus Feldner (Bad Urach) 10:53, 7. Mathias Albrecht (TSG) 12:19, 8. Hans Jäschke (Bad Urach) 13:23 Minuten. Power Race, 1,5 Kilometer,

Frauen: 1. Celina Rilling (TSG Reutlingen inklusiv) 8:21, 2. Sarah Senner (TSG) 10:30, 3. Katja Künschner (Bad Urach) 11:44 Minuten.

Power Race 2, 48 Kilometer, Männer: 1. Daniel Ahlert (TSG Reutlingen inklusiv) 10:57, 2. David Wilk (TSG) 11:24, 3. Gerhard Kühn (Bad Urach) 12:12, 4. Vassilios Mavrodis (TSG) 12:53, 5. Manuel Vollmer (TSG) 13:08, 6. Tino Genoves (TSG) 14:41, 7. Frank Armbruster (TSG) 15:09, 8. Jürgen Schatz (TSG) 15:17, 9. Sotirios Lempidis (TSG) 17:37, 10. Hans-Joachim Schmid (TSG ) 19:51 Minuten. Power Race 2, 2,48 Kilometer.

Frauen: 1. Corinna Pflumm (TSG Reutlingen inklusiv) legte die Strecke in 14:40 Minuten zurück.

 

11. Fußball-Echaz-Cup in Reutlingen rundum Inklusiv

 
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Bereits zum elften Mal trug die TSG Reutlingen Inklusiv in Kooperation mit der Bruderhaus Diakonie das äußerst beliebte Fußballturnier um den Echaz – Cup aus. Unter der Turnierleitung von Bernhard Friedsam (Bruderhaus Diakonie) und Albrecht Tappe (TSG Reutlingen Inklusiv) hat sich dieses Fußballevent seit geraumer Zeit etabliert und ist zu einer festen Größe im Sportkalender der teilnehmenden Teams geworden.

Wie bei der TSG Reutlingen Inklusiv seit Jahren bekannt, wartet die Abteilung immer wieder mit Neuerungen auf. So auch in diesem Jahr. Im Zuge der Inklusionsbewegung nahm aus Stuttgart eine inklusive Fußballmannschaft der Körperbehindertenschule Stuttgart – Vaihingen und der freien evangelischen Schule Stuttgart teil. Als jüngste und körperlich kleinste Mannschaft, traute man diesen jungen Kickern zu Beginn nur wenig zu. Doch durch ihren nicht zu bändigen Ehrgeiz und ihre unbändige Kampfkraft hatten sie bald die Herzen aller Zuschauer gewonnen und brachten sogar eine von der Größe her weit überlegene Mannschaft an den Rand einer Niederlage. Für ihre hervorragenden kämpferischen und spielerischen Leistungen wurde sie von der Abteilungsführung der TSG Reutlingen Inklusiv mit einem extra Pokal ausgezeichnet. Gewinner bei den Schülermannschaften wurde das Team vom Körperbehindertenzentrum Oberschwaben aus Weingarten. Ganz hervorragend hier die weibliche Schülerin, welche ihre Mitspieler immer wieder hervorragend in Szene setzte und selbst für zahlreiche eigene Torerfolge sorgte. Betreut wurde diese Mannschaft von der von den ehemaligen TSG-Übungsleitern Holger und Isabel Wynhof.

Auch im Damenbereich kam es zu 2 Begegnungen zwischen der neuen inklusiven Mädchenfußballmannschaft der TSG Reutlingen Inklusiv, betreut von der FSJlerin Ines Leister und der Bodelschwinghschule Nürtingen. Hier kam es zu einem Unentschieden und einem knappen Sieg der Nürtinger.

Beim Erwachsenenturnier setzten sich am Ende wieder das Johannes Brenz Haus aus Urach und die TSG Reutlingen Inklusiv durch und zogen ins Endspiel ein. In einem heißen Spiel konnte in der regulären Spielzeit kein Sieger ermittelt werden, so dass letztendlich ein 9 –Meter - Schießen entscheiden musste. Hier hatte am Ende das Team aus Urach Glück und gewann das Turnier mit dem letzten entscheidenden Schuss.

Ein Dank an Bernhard Friedsam von der Bruderhaus Diakonie. Die Kooperation mit der TSG Reutlingen Inklusiv zeigt dabei über Jahre hinweg, wie gut auch inklusiver Sport gelingen kann, wenn er partnerschaftlich organisiert wird.

Südwest Presse: Am Ende jubeln die Sieger wie ihre Idole 

 

100 km – Staffellauf in Tübingen bietet hervorragenden Inklusionssport

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Samstag den 28.6.2014 13:30 Uhr auf dem Gelände des Instituts für Sportwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen. Die Spannung steigt kurz vor dem Start zum 26. 100 km - Staffellauf. Mit dabei auch vier inklusiv zusammengesetzte Mannschaften: Das inklusive Aktionsbündnis gegen Depression – die TSG Reutlingen Fußball Inklusiv – die LAG Gutenberg Schule Reutlingen sowie die Erich Kästner Sprachheilschule, ebenfalls aus Reutlingen. Von Studentinnen und Studenten des Projekt Seminars: Inklusionssport, unter der Leitung von Anke Goriss, in hervorragender Art und Weise auf dieses Event vorbereitet, fiebern die Läufer der inklusiven Gruppen dem Startschuss entgegen.

Gleich am Start ist zu sehen, wie heterogen das Feld zusammengesetzt ist. Während sich an der Spitze das dynamische System und das Orgateam des – ERBE - Laufes einen ständigen heißen Kampf liefern, ist das gleiche für die andere Seite des Feldes ebenfalls zu vermelden. Die jüngsten Teilnehmer der Erich Kästner Schule liefern sich einen beherztes Rennen mit den inklusiven Mannschaften der Gutenberg Schule und der TSG Reutlingen Fußball – Inklusiv. Immer wieder drehen die gemischten Teams eine Runde nach der anderen, auch als die beiden führenden Mannschaften längst schon das Ziel erreicht haben. Aber aufgeben gibt es auch hier auf den Plätzen 41 – 43 nicht. Durch den Moderator der Veranstaltung immer wieder aufs Neue motiviert, streben auch die jüngsten Schüler den  100 km entgegen.

Damit dies dann auch bis zum Zielschluss erreicht wird, dürfen die Teams aufgrund der tollen Flexibilität der Organisatoren zum Schluss auch mal drei Läufer auf die Bahn senden. Und dann ist es 18:10 Uhr und die Sportler der inklusiven Teams laufen in ihren Mannschaften geschlossen über den Rasen auf das Ziel zu. Ein bisher nicht beteiligter Zuschauer könnte meinen, dass es sich hierbei eher um ein 100 m als um ein 100 km Rennen handelt. Überall nur strahlende Gesichter, welche bei der Siegerehrung noch leuchtendere Augen bekommen, als die Preise verlost werden.

Am Montagmorgen in der Erich Kästner Schule ist dieses Glücksgefühl noch aus jeder Poker zu spüren. Die Schüler sind voller Glück und Selbstbewusstsein und immens stolz auf ihre Leistungen.

Lehrer und Eltern loben die Studentinnen des Instituts für Sportwissenschaft Tübingen in höchsten Tönen: "Hervorragende Betreuung – Prima Organisation - sehr großes Einfühlungsvermögen - klasse Stimmung - große Verlässlichkeit..." sind nur einige der Äußerungen, welche von Eltern und Lehrern zu hören sind. Durch die gute Vorbereitung der Sonderschullehrerin Erika Seitz konnte damit in Zusammenarbeit mit allen Betreuern und Organisatoren ein weiteres Highlight im inklusiven Sport an der Schule gesetzt werden. Aber auch von der Gutenberg Schule ist Ähnliches zu hören. Stolz, zufrieden und glücklich! Die 100 km sind geschafft.

Aufgrund der hervorragenden Leistungen werden diese Schülermannschaften noch von Martin Sowa vom Projekt Bison mit einem extra Pokal ausgezeichnet.

Die Fußballer der TSG Reutlingen Inklusiv nahmen an dieser Veranstaltung unter anderem auch teil, um sich damit ein weiteres Trainingshighlight für den Reutlinger Altstadtlauf schaffen zu können. Aber am Ende lobten sie das Rennen auch als ein sehr gelungenes Sportereignis, welches einen eigenen sehr hohen Wert hat.

Als schnellstes inklusives Team war das Aktionsbündnis gegen Depression unterwegs, welches einen 16. Platz erreichen konnte.

Zieht man einen Strich unter die Veranstaltung, dann kann festgehalten werden, dass durch die Kooperation von Hochschule – Schulen - Vereinen – Aktionsbündnis ein Meilenstein für den Inklusionssport besetzt werden konnte. Der 26. Tübinger 100 km Staffellauf wird nicht der letzte inklusive Lauf in der Universitätsstadt gewesen sein.

 

41 Tore in nur zehn Minuten

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Artikel zum Nachlesen hier: Mittendrin statt nur dabei

 

Der Spaß an der Bewegung und der Begegnung-page-001l

 

Presse Inklusionssport 2013

Spiel Sport Toleranz 1

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Südwestpresse: Klettern wie ein Affe